Tandemflug - Infos zum Motordrachen Mini 2

Wir verfügen über eine staatliche Lizenz für Passagierflüge und eine Passagier-Haftpflichtversicherung. Da nur sehr wenige Ultraleichtflugzeuge vom Typ UL Minimum zum Tandemfliegen hergestellt wurden, ist dieses Luftfrachtführer-Zertifikat nur äußerst selten erteilt worden. Ein Tandemflug als Rundflug oder Streckenflug zu einem Wunschziel mit einem sehr erfahrenen Piloten ist ein besonderes Erlebnis.

Ein Tandemflug mit dem Tandemdrachen Mini 2 mit mehr Aussicht als ein Gleitschirm

Unser Drachen ist mit einem minimalen Motor und einem steuerbaren Fahrwerk ausgestattet. Start, Landung und Bodenbewegungen werden im Rollen ausgeführt. Im Gegensatz zu einem Gleitschirm oder Drachen ohne Motor ist sportliches Laufen daher nicht notwendig. Der Pilot und sein Passagier liegen in schlafsackartigen Gurtzeugen nebeneinander und genießen ganz ohne Krafteinsatz den gesamten Ablauf des Tandemfluges.

Im Unterschied zu einem Gleitschirm behält ein Drachen seine Grundform auch ohne Luftströmung und auch in Turbulenzen bei. Auf dem Tragflügel (Hängegleiter) ist sicherheitshalber ein zugelassenes, regelmäßig gepacktes und geprüftes Rettungsgerät (Fallschirm) angebracht. Wird dieses ausgelöst, schwebt das gesamte Luftsportgerät sanft zu Boden.

Video vom ersten Tandemflug

Gestartet wird in Deutschland nur auf zugelassenen Flugplätzen. Der Antrieb kann in der Luft beliebig aus- und eingeschaltet werden. Bei ausgeschaltetem Triebwerk fliegt das Fluggerät wie ein normaler motorloser Flugdrachen (Hängegleiter).

Einige nutzen den Motor nur als Aufstiegshilfe. In ausreichender Höhe wird der Antrieb ausgeschaltet, um dann wie ein Segelflugzeug die Thermik zu nutzen.

Zur Lagerung lässt sich der Tandem-Motordrachen Mini 2 abrüsten (abbauen). Die Tragfläche kann gepackt auf einem Pkw-Dachträger transportiert werden. Fallschirm, Instrumente, Funkgerät, Gurtzeuge, Helme und das Minimum-System lassen sich im Pkw-Innenraum unterbringen.

Zum Auf- und Abbauen werden jeweils einige Stunden benötigt. Der im Vergleich mit einem Gleitschirm wesentlich höhere Aufwand wird mit einem schöneren Fluggefühl und besseren Handling belohnt.

Es kann nicht bei jedem Wetter gestartet werden. Bodenwind und Turbulenzen sollten möglichst gering, bestenfalls gar nicht vorhanden sein. Da das Gerät nur langsam fliegt, spielt auch die Windstärke und -richtung in der Höhe eine Rolle. Morgens und abends sind oft sehr gute Flugbedingungen.

Eine besondere Kleidung ist nicht notwendig. Das Gewicht eines Passagiers in Straßenkleidung darf nicht größer als 95 kg sein. Streckenflüge mit einer Distanz bis weit über 100 km sind zwar möglich, erfordern aber - im Gegensatz zu einem Rundflug - besonders geeignete Flugwetter-Bedingungen.

Für die freie Filmmusik by Cayzland Studio bedanke ich mich.